JUDAS - eine Nachlese

 

 

                                          „Alle drinnen.“

 

Laut ertönen die Worte zu Beginn der Vorstellung in der gut besuchten St. Petri Kirche, um das dramatische Einpersonenstück JUDAS der niederländischen Autorin Lot Vekemans zu erleben.

 

Er, Judas, erscheint in unserer Gegenwart, um seine Geschichte als Augenzeuge zu erzählen, die unbekannte Geschichte.

Judas spricht über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte und leugnet dabei nicht die Verantwortlichkeit seines Handelns.

Und fast schon provokant ruft er ins Publikum:“ Wer von euch hat es nötig, auf mich zu zeigen?“

 

Er scheint sich auch selbst zu fragen, ob sein Verrat dafür der richtige Weg gewesen sein mag. Seine Bestrafung nimmt er umgehend selbst in die Hand und erklärt: „Ich habe mich selbst gehängt, weil niemand anders es tun wollte.“

An dieser Stelle, zum Ende des Stückes, kommt seine Liebe zu Jesus verbunden mit dem Bewusstsein, dass er zutiefst falsch gehandelt hat, in seinen folgenden Sätzen zum Ausdruck:

 

 

„Was wirklich wichtig ist, die Frage, hat ER mir vergeben oder war seine Barmherzigkeit bei mir erschöpft?“ 

 

 Dann erklang der  Choral von Bach „Herzlich tut mich verlangen“, sehr einfühlsam gespielt von Martin Soberger.

 

Nach dem Stück, es war Hartmut Lange's 60. Vorstellung, gab es lang anhaltenden Applaus für die beeindruckende schauspielerische Leistung des Künstlers.

 

Im Anschluss tauschten wir uns noch lange aus mit dem Schauspieler – das Stück bietet Stoff zum Nachdenken...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in diesem Sinne

christa Weyres-Haubenreißer

 

 


 

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