Herzlichen Glückwunsch zum 30jährigen Dienstjubiläum!

 

Kay Lühmann feiert sein 30jähriges Dienstjubiläum auf unseren Friedhöfen!

 

Unsere Friedhöfe sind „Gärten der Ewigkeit“ – so wird es auch auf einem großen Hinweisschild stehen, das Kay Lühmann, Leiter der Friedhöfe unserer Kirchengemeinde, gerade in Auftrag gegeben hat.

Fast eine Ewigkeit ist er selber hier im Dienst und hat sozusagen alles im Kopf. Auch die allererste Arbeit, die er als 23jähriger nach seiner Ausbildung zum Friedhofsgärtner unter der Anleitung von Ernst Koop in Mölln und seiner Bundeswehrzeit auf dem Friedhof Seedorfer Straße zu erledigen hatte: einen Grabhügel in Abteil 1 Reihe 3 abschaufeln und mit Mutterboden auffüllen. Körperlich anstrengende Arbeit ist es geblieben – für ihn und sein vierköpfiges Team: neben Conny Wendler, der Reinigungskraft arbeiten Angelika Walther, Danilo Zint und Sven Thomas im grünen Bereich mit. Gerade werden 4600 Frühlingsblumen, Hornveilchen, Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht und andere mehr in diesen Tagen vor Ostern in die Erde gebracht. Die Wildbienen freuen sich über die erste Nahrung in den Krokusssen. 400 Grabpflegen erledigt das Team mit Sorgfalt und Leidenschaft. 3000 Grabplätze haben ein Nutzungsrecht, 3000 sind frei. Die Fläche aber wird in Gänze gepflegt und als eine grüne Oase mitten in unserer Stadt für alle Friedhofsbesucher und -besucherinnen, für Trauernde, Angehörige und Spaziergänger liebevoll gestaltet. Immer wichtiger wird dabei die insektenfreundliche, naturnahe Gestaltung der zunehmend unterschiedlicheren Grabformen. Die Struktur der Friedhöfe in der Seedorfer Straße und am Steindamm hat sich wie die Trauerkultur in unserer Gesellschaft stetig verändert: Von den historischen Gruften hin zu pflegefreien Baumgräbern, den Urnengemeinschaftsgräbern, dem „Lebenskreis“, dessen bienenfreundliche Stauden in der schönen Sommerzeit den Insekten große Freude machen hin zur „Rosenharmonie“, die eine kleine eigene Grabfläche bietet, aber von vornherein mit reichblühenden, duftenden Rosen bepflanzt wird. Für wohl fast jeden Geschmack ist mittlerweile eine Form dabei. Auch die traditionellen Gartengräber gibt es natürlich nach wie vor und sie schmücken mit ihrer ganz persönlichen Gestaltung durch die Angehörigen die Anlagen.


Die Weiterentwicklung „seiner“ Friedhöfe voranzutreiben, macht Kay Lühmann besondere Freude, und den Kunden die neuen Formen nahezubringen. Nach seinem Lieblingsplatz gefragt, antwortet seine Kollegin Angelika Walther, die ihn auch im Büro in der Verwaltung und bei der Beratung der Kunden unterstützt: „Der Bagger“. Aber Kay Lühmann findet es eigentlich überall schön – seine Lieblingspflanze ist wie vor 30 Jahren die Glockenblume. Damals war ihm der Friedhof viel zu kahl, mittlerweile hat er ihn mit seinen Kollegen durch zahlreiche Anpflanzungen weitergestaltet und es gibt viele geschützte Plätze und Nischen, wo man auf einer Bank einen ruhigen Moment finden kann.
1996 hatte er für ein Jahr die kommissarische Leitung der Friedhöfe inne, als er sich dann auf die Stelle bewarb, wurde er mit der Begründung abgelehnt, er sei zu jung. Als Gärtnermeister Armin Pauls sich dann nach einem Jahr beruflich umorientierte, bewarb er sich wieder und „kam ans Ruder“. Er konnte mit seinem Engagement überzeugen und die Zahl der Grabpflegen stieg an. Viele verschiedene Mitarbeitende, Kollegen, Ehrenamtliche, Pastoren und Kunden hat er in den Jahren erlebt und er könnte vermutlich Romane erzählen, sagt er. So mancher ist ihm dabei ans Herz gewachsen und langjährige Bekannte beerdigen zu müssen, geht auch an ihm nicht spurlos vorbei. Die Erinnerung an die Verstorbene zu bewahren, ist ihm wichtig und die Friedhöfe können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Für Kay Lühmann ist das Werden und Vergehen in der Natur ein Hoffnungsbild, und er erinnert an das Stiefmütterchen, das aus einem Samen gezogen heranwächst, blüht, neue Samen ausbildet, verblüht, vergeht und wieder zu Erde wird, zu Kompost und die neuen Pflanzen nährt.


Es ist tröstlich zu wissen, dass Trauernde auf unseren Friedhöfen Mitarbeitenden begegnen, die ihre Arbeit „mit Herz und Hand“ ausfüllen, ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben und jeden Tag aufs Neue die „Gärten der Ewigkeit“ pflegen – als Orte der Trauer und des Trostes, der Erinnerung und Begegnung und als sichtbaren Ausdruck unserer christlichen Hoffnung auf das ewige Leben.

 

Wir gratulieren Kay Lühmann herzlich zum 30jährigen Dienstjubiläum, danken ihm für seinen engagierten Dienst und wünschen ihm weiterhin viel Freude an seiner Arbeit und Gottes reichen Segen für die Zukunft!

 

                              Angelika Walther, Sven Thomas, Danilo Zint, Kay Lühmann

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