KGR Tag in der „Region 2“

 

Vertraut den neuen Wegen

 

Darauf war schon lange hingearbeitet worden – ein regionaler Kirchengemeinderatstag mit verschiedenen Diskussionsgruppen und thematischen Workshops!

Zuvor hatte es in den letzten Jahren wiederholt Arbeitsgruppen und Regionalkonferenzen in der „Region 2“ (Ratzeburger Domkirchengemeinde, St. Petri, St. Georgsberg, Ziethen, Sterley, Seedorf, Mustin) gegeben. Immer unter der Prämisse und Voraussetzung, kirchliches Leben unter den sich verändernden Rahmenbedingungen zu organisieren und sicherzustellen. Was heißt das konkret: Die Gemeindegliederzahlen werden jedes Jahr weniger, die jährlichen Schlüsselzuweisungen sinken. Der Fachkräftemangel bei den Pastoren*innen macht schon jetzt sich deutlich bemerkbar, in wenigen Jahren werden nur noch vier (!) Pastoren ihren Dienst in dieser Region ausüben. Nicht jede Kirchengemeinde wird noch ihre eigene Pastorin, ihren eigenen Pastor haben, das erfordert ein Umdenken bei den anstehenden Themen: Wie organisieren wir die pfarramtliche Versorgung in der Region, wie werden Seelsorgerbezirke neu geschnitten und zugewiesen, welche Gebäude werden wir in den nächsten Jahren erhalten (können), wie wird Konfirmandenarbeit organisiert, usw.

Zum regionalen Kirchengemeinderatstag in St. Petri und im Petri-Forum waren 34 Kirchengemeinderäte aus den sieben Kirchengemeinden zusammengekommen, um sich über folgende Themen zu informieren und zu diskutieren:

Finanzen, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Orte kirchlicher Arbeit, Qualität und Quantität kirchlicher Arbeit, Zusammenspiel von Pfarrstellen und Gemeindeidentität, wie muss für mich als KGR-Mitglied und Christ Gemeinde sein, was gibt mir ein gutes Gefühl, Kraft, und Spaß? Welchen Namen könnte unsere Region 2 haben?

Die verschiedenen Workshops waren so besetzt, dass fast ausnahmslos Mitglieder aller Kirchengemeinden vertreten waren, sodass ein bunte Vielfalt an Meinungen und Positionen ausgetauscht wurde.

Ein Thema, ein Projekt ist recht weit in der Vorbereitung und Abstimmung in der Region: Ein regionaler Gemeindebrief, der von allen sieben Gemeinden verantwortet und finanziert wird. Also ein völlig neues Format, das nicht die einzelne Kirchengemeinde in den Blick nimmt, sondern die Region 2 mit ihren Veranstaltungen, Besonderheiten, Projekten. Da dürfen wir gespannt sein!

Im weiteren Verlauf des Tages wurden vielen Themen bearbeitet (s.o.), bei denen die Teilnehmenden sich auf die verschiedenen Sichtweisen einlassen konnten, Verständnis füreinander entwickelten und ein Gespür dafür bekamen, wie wichtig es künftig ist, regional zu denken und zu agieren und zu handeln. Motto: Gemeinsam sind wir stark.

Wie geht es weiter: Zu einzelnen Themen (Finanzen, Gebäude) gab es die Verabredung, weiter daran zu arbeiten. Für die Fortführung der regionalen Jugendarbeit ist die Neuausschreibung der Stelle des Jugenddiakons ganz entscheidend, für den Namen der Region gibt es einen Aufruf zu einem Wettbewerb (s. Artikel Pastor Henschen), damit dieser Name dann auch im neuen Gemeindebrief entsprechend verwendet werden kann. 

Fazit: In einer Schlussrunde bat die Moderatorin des KGR Tages, Frau Kerstin Kafke, ihr sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt für diesen gut organisierten Tag (!), um die Vollendung des Satzes: Regionalisierung ist… - ausnahmslos kamen positive Rückmeldungen zum KGR Tag und zu dem regionalen Weg, der zu beschreiten ist. Alle konnten sich darauf einlassen, regional mehr, besser, intensiver zusammenzuarbeiten. Das macht Mut, auf dem Weg der Regionalisierung schneller voranzukommen.

Wie heißt es doch im Kirchenlied EG 395: Vertraut den neuen Wegen!

  Broder Feddersen

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