Ökumenisches Friedensgebet

 

Ökumenisches Friedensgebet am Unabhängigkeitstag der Ukraine (24. August) um 18:00 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Petri Ratzeburg

 

Am 24. August wird es 31 Jahre her sein, dass die Ukraine ihre Unabhängigkeit wiedererlangte. Seitdem hat das Land in Sachen Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eine beeindruckende Entwicklung vollzogen.

Besondere Meilensteine waren die Orangene Revolution 2004/2005 sowie der Euro-Maidan 2013/2014.

 

Um diese Entwicklung umzukehren, begann Russland im Februar 2014 mit der Okkupation der Krim und von Teilen des Donbass einen Krieg gegen die Ukraine, bei dem bis zum 24.02.2022 bereits über 14.000 Menschen getötet worden waren. Mit dem Ziel der vollständigen Eroberung der Ukraine griff Russland in jener Nacht deren gesamtes Territorium an und marschierte von drei Seiten aus ein. Die Reaktion der Weltgemeinschaft war eindeutig: Bereits am nächsten Tag wurde Russland vom Europarat ausgeschlossen. In der UN Vollversammlung stimmten nur noch Belarus, Eritrea, Syrien und Nordkorea mit Russland. Der russische Krieg ist die größte humanitäre Katastrophe, die Europa seit dem zweiten Weltkrieg erlebt. Über 13 Millionen Ukrainer:innen sind vor den Verwüstungen ihrer Wohngebiete, Krankenhäuser und Schulen sowie den Gräueltaten der Bodentruppen in den besetzten Gebieten geflohen. Die ukrainische Armee konnte die Einnahme von Kyiv, Charkiv und Odessa bisher (27.06.) verhindern. Die Bevölkerung ist weitgehend geeint in dem Willen, die Souveränität ihres Landes zu verteidigen. Alle freiheitlichen Demokratien sind mittlerweile bereit, ihr zur Verfügung zu stellen, was sie dazu braucht.

 

Als Christ:innen verschiedener Kirchen im Herzogtum Lauenburg glauben wir, dass auch Gebete gebraucht werden, denn sie verbinden uns mit den vom Krieg Betroffenen. Das stärkt deren Hoffnung und unsere Empathie. Dieser Krieg wird noch viele Monate dauern. Wir wollen uns nicht an ihn gewöhnen, sondern uns die tägliche Situation der Betroffenen vor Augen führen. Wir glauben, dass Gott uns die nötige Kraft geben kann, ihnen furchtlos zur Seite zu stehen und für ihre Freiheit auch einen Preis zu zahlen. Denn wenn es nicht gelingt, den russischen Diktator in der Ukraine zu stoppen, werden wir ihn im Baltikum stoppen müssen. Und das wird dann für uns wesentlich teurer und blutiger werden.

Unsere Sehnsucht nach Frieden ist ungebrochen. Wir teilen sie mit den allermeisten Menschen auf diesem Globus. Am Ende wird Gott die Kriegstreiber in die Schranken weisen. Er wird die Tränen der Trauernden abwischen. Und wird bei ihnen wohnen.

In dieser Hoffnung lassen Sie uns am 24. August um 18:00 Uhr zusammenkommen.

 

Das Titelbild verwenden wir mit freundlicher Genehmigung der Onlineredaktion von MISSIO

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