Aktuelles Kirchengemeinde

 

 


 

Pastorin Wiebke Keller eröffnet das Konzert mit Worten von Martin Luther: „Die Musik ist die beste Gottesgabe. Sie ist das größte, ja wahrhaft ein göttliches Geschenk...“

 

Das Hamburg-Orchester der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland ist ein symphonisches Orchester unter der Leitung des Dirigenten Jörg-Michael Paul und bildet sich aus einem wachsenden, begeisterten Musikerkreis, der heute rund 90 Mitglieder zählt.

 

Eröffnet wird das Konzert mit der „Festmusik“ von Jacob de Haan. Ein niederländischer Komponist, dessen ersten Erfolge mit Werken für Blasorchester in die achtziger Jahre fallen. Sehr bekannt wurden Kompositionen, in denen er verschiedene Stilarten zu einer filmmusikähnlichen Atmosphäre kombiniert hat.

Sehr schön erklangen die Bläser hinunter in den Raum der spätbarocken Querschiffkirche St. Petri.

 

Es folgt das Konzert mit dem Preludio sinfonico in A-Dur von Giacomo Puccini, seinem zweiten Orchesterwerk. Die Äußerung des Vierundzwanzigjährigen in einem seiner Unterrichts-Notizhefte legt die Vermutung nahe, dass nicht der italienische Nationalheld Verdi die Ausrichtung seiner kompositorischen Entwicklung bestimmt, sondern der Opern-Symphoniker Wagner.

 

Der finnische Komponist Jean Sibelius ist vielleicht durch seine populärste Tondichtung „Finlandia“ bekannt. 

1893 bekam er jedoch von der Studentenverbindung den Kompositionsauftrag ein „bildhaftes Werk“ über die Geschichte Karelien's zu schreiben; Karelien in der Südostecke Finnlands, mit den Seen und der Weite;

So macht die Karelia-Suite op. 11 mit  ihrer einprägsamen Melodie sie auch heute noch zu einem seiner beliebtesten Orchesterwerke.

 

Das dritte und letzte Werk ist von Sergej Rachmaninow. Im Klavierkonzert No 2 in c-moll wird das Hauptthema des zweiten Satzes (Adagio sostenuto) von der Klarinette vorgetragen und ist wohl eine der schönsten Melodien, die Rachmaninow je komponiert hat. Sie ist derart hinreißend, dass sie sogar Eingang in die Popular- und Filmmusik gefunden hat...

 

 

 

 

 

Und dann verzaubert der hervorragende Pianist Fabian Gehring das Publikum mit seinem erstklassigen Klavierspiel, mit einem ergreifenden musikalischen Gespür sowie einer beeindruckenden Technik und Gestaltungskraft.

 

 

Fabian Gehring verbreitet Charme und eine Wärme in seinem Spiel,  die einen sofort verzaubern und mitreißen lässt. Dieses ist eine ganz besondere Gabe, über nicht alle Pianisten verfügen.

Ein weiteres ganz großes Plus ist, dass es Fabian Gehring dank seiner besonderen Hingabe versteht, zu jedem Komponisten einen eigenen individuellen Zugang, musikalischen Ausdruck, zu finden. Der Pianist versteht es hervorragend, mal still verklingende Adagio-Passagen und dann wieder völlig entgegengesetztes, dynamisches Fortissimo zum Erklingen zu bringen.

 

Rauschender Beifall ist zu hören, als in der St. Petri Kirche die letzten Klaviertöne verklingen, und der talentierte Pianist Fabian Gehring verbeugt sich mit einem entspannten Lächeln. Doch es folgen, aufgrund von standing ovations, noch zwei Zugaben.

 

Wozu in die Elphi, wenn auch in Ratzeburg ein so überragendes Orchester zu hören ist?!

 

in diesem Sinne

Christa Weyres-Haubenreisser

 

 

        Am 19. Mai wurden in der Stadtkirche St. Petri konfirmiert:

 

Moritz Ahrend

Sam Barbey

Max Breckwohld

Ole Dobs

Isabell Grimm (Musahl)

Lukas Grothe

Sören Hansen

Josy Hebben

Florian Hübner

Liv Johanßon

Henk Junghans

Jakob Keller

Jolina Kuster

Josephine von Mensenkampff

Bianka Neske

Greta Offenhäuser

Pia Lisann Petersen

Finley Schniebert

Kaya Schmidtke

Philipp Seidenberg

Sarah Mae Skowronek

Fabrice Steenbeck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


Im Ansverus-Haus, in der Mechowerstr. 4 in Ratzeburg, findet seit dem 15. Mai jeden Mittwoch von 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr ein offener Eltern-Kind-Treff für Familien mit Kindern im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren statt. Kinder dieser Altersstufe erforschen ihre nähere Umgebung mit schier unermüdlichem Interesse. Auch wenn ihr Miteinander-Spielen sich erst langsam entwickelt, freuen sie sich über das Zusammensein mit anderen Kindern und über die damit verbundenen Anregungen. Eltern können Kontakte knüpfen und sich über Erziehungs- und Alltagsfragen austauschen. Bei jedem Treffen wird auch gemeinsam gesungen.

Elisabeth Ermoschin begleitet den kostenfreien Eltern-Kind-Treff und freut sich auf Sie! 

 

Das neue Angebot ist eine Kooperation zwischen der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri Ratzeburg und der Ev. Familienbildungsstätte Ratzeburg. Bei Fragen melden Sie sich bitte unter 04541/5262.

Weitere Angebote gibt es unter www.fbs-rz.de zu entdecken.

 


 

Die Gemeinde der St. Petri Kirche freute sich auf das Konzert „Atem-Klang der Seele“ - Clemens Bittlinger gemeinsam mit David Plüss (Orgel), Matthias Doersam (Saxofon) und David Kandert (Percussion) unterstützt vom Projektchor unter der Leitung von Martin Soberger.


Clemens Bittlinger, seines Zeichens evangelischer Pfarrer, Songschreiber, Gitarrist und Botschafter – er fängt an zu singen und hat sein Publikum beim ersten Gitarrenriff komplett im Griff. Seine Musik ist eingängig, seine Aussagen rebellisch, regt die einen auf, spricht den anderen aus tiefster Seele. Man merkt, dass er an das glaubt, wovon er redet.
Seine große Stärke ist neben seiner Singstimme  ganz klar das Vermögen, alte kirchliche Texte so auszusprechen, dass man einerseits versteht, worum es in der Christenheit eigentlich einmal gegangen sein muss, andererseits wird einem aber auch wieder vor Augen geführt, welch ideologische Schönheit geistliche Passagen im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben.

Clemens Bittlinger erklärte uns die „Perlen des Glaubens“, ein Perlenband, welches 1995 von Martin Lönnebo, einem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Schweden, entwickelt wurde.
Bischof Lönnebo saß 1995 wegen eines Sturms mehrere Tage auf einer griechischen Insel fest. Als er dort Fischer mit ihren  Kombologia (griech. kleine Kettchen aus Perlen) sah, kam ihm die Idee zu den livets pärlor (schwed. Perlen des Lebens). Zunächst entwarf er auf Papier einen frälsarkransen (schwed. Rettungsring aus Perlen), wobei er jeder Perle eine Bedeutung zuteilte. Nach seiner Rückkehr nach Schweden stellte er nach diesem Entwurf ein Perlenband her und benutzte es zum Beten. Schnell verbreitete sich seine Erfindung in Schweden.

Näfäsch ist hebräisch und bedeutet Seele, und das hören wir in dem wunderschönen song „Atem, tiefer Klang der Seele“ in Eb-Dur und bemerkenswert begleitet vom SopranSaxofon Matthias Doersam; ebenso herausragend die beiden Musiker - Percussionist David Kandert sowie David Plüss an der Orgel. Und wie immer ermuntert Bittlinger seine Besucher mit einzustimmen in seine Lieder.


Vielleicht ist es ja besonders dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit, das die Menschen suchen, wenn sie in seine Konzerte strömen. Unter der Leitung von Martin Soberger verstärkte der Projektchor das sangesfreudige Publikum.

Der Text und die Musik nehmen sofort an die Hand und mit auf eine emotionale und besinnliche  Reise. Humoristische Einlagen fanden ebenso einen Platz wie nachdenkliche Töne, politische Statements oder Glaubensfragen.

Clemens Bittlinger zitierte aus seinem Buch:
„Großzügigkeit ist der Schlüssel zu einem freien Leben; nur wer großzügig ist, kann sich und anderen vergeben“.


Bei dem Lied "Aus der Tiefe", stimmte Bittlinger mit dem Publikum eine Quinte an und ermunterte die Leute, den jeweiligen Ton das ganze Stück über zu halten; brilliant improvisierte Matthias Doersam dann über diesen Quintenklang zwischen den Texten von Bittlinger.

Wunderschön klang die jazzige Version von „Amazing Grace – Von Gnade singt“ mit David Plüss an der Orgel und Matthias Doersam am AltSaxofon.
Das Publikum wird mehr und mehr zur singenden Gemeinde, so auch bei dem in Em klingenden Lied „Schalom chaverim“-
Möge Frieden sein, ihr Freunde - eine hebräische Volksweise, ein israelisches Volkslied.

„Es gibt Menschen, die glauben, Humor und Kirche passen nicht zusammen“... - Orgel und Klarinette  beginnen sehr rhytmisch und schnell das nächste Lied „Aus heiterem Himmel“.

Bittlinger erzählte humorvoll, dass das deutsche Brettspiel „Mensch, ärgere dich nicht“ in der Schweiz „Eile mit Weile“ genannt wird, und er fand so den Übergang zu David Plüss aus der Schweiz, der den Orgelspielplatz verließ, um sich mit der schweizer  „Handorgel“, dem Akkordeon, zu den anderen Musikern zu gesellen. Bei dem nun folgenden Stück „Habseligkeiten“ hörten wir die  Ukulele,  ein gitarrenähnliches Zupfinstrument, in diesem Fall mit nur vier Saiten bespannt, und eine BassUkulele, Saiten und Stimmung wie die BassGitarre, welche  ganz hervorragend mit David Kandert zum Ausdruck kam. Ein sehr nachdenklicher song...
Wenn wir mal recht überlegen, welche drei Dinge würden wir mitnehmen auf die Insel unserer Träume? Was ist wirklich wichtig?
Wieviel Kram schleppen wir mit uns herum, was häufen wir mehr oder weniger gedankenlos an?

Nun wurde es wieder stark rhythmisch mit dem Kirchentagslied von 2013 „Soviel du brauchst – Tanto Cuanto Necesistas“, ein Lied über Gottvertrauen und Bescheidenheit, die Schätze meines Lebens und die Verantwortung für die eine Welt.

Für den Evangelischen Kirchentag 2019 hat Clemens Bittlinger ein Mottolied getextet und komponiert „Was für ein Vertrauen, wenn du dich fallen lässt und dich mit Leib und Seele auf andere verlässt“. Es gibt Menschen, die wie Felsen in der Brandung stehen, es gibt Menschen, die tun anderen einfach gut.


„Wollte jemand die Botschaft der Bibel in einem Satz zusammenfassen, so könnte dieser Satz heißen – Gott möchte dein Freund sein.“ Clemens Bittlinger sang die wunderschöne Ballade „Freunde“ aus seinem Album SELTEN (1993):

             Freunde sind selten und selten bequem,
             sind manchmal kantig und unangenehm.
             Woll'n nicht gefallen, sondern zu dir gehörn,
             stehn auf der Matte, auch wenn sie grad' stör'n.

             Freunde sind leise und schauen dir zu,
             lassen dich weise, wenn nötig in Ruh',
             haben nicht nur sich selber im Blick,
             lassen dir Zeit und ziehn sich zurück.

             Freunde zu finden, ist ziemlich schwer,
             denn wer lässt sich binden und gibt von sich mehr....


Clemens Bittlinger will mit seinen songs eine Botschaft transportieren, die Botschaft von der Liebe Gottes und der zwischen den Menschen.

Nun begann mollbeschwingt die Klarinette“, und Bittlinger nahm seine Zuhörer mit in „Das wünsch ich dir“.

Äußerst bemerkenswert war Bittlingers Statement zur aktuellen Situation FRIDAYS FOR FUTURE, und er intonierte spontan sein dazu kürzlich komponiertes Stück „Jeden Freitag schwänzt die Greta ihre Schule...FFF Fridays For Future, FFF es ist noch nicht zu spät.“

Die Klarinette verzauberte das Klezmerstück in Bm „Diese schöne Traurigkeit“ und der Abend endete mit dem bekannten song „Sei behütet auf deinen Wegen“

Musik führt Menschen zusammen, sie stiftet Gemeinschaft über Generationen und Zeiten hinweg, und vielen Menschen eröffnet sie einen Zugang zum Glauben. Wir durften einen ganz besonderen Konzertabend erleben, an den wir noch lange denken werden;

 

                                    

in diesem Sinne
Christa Weyres-Haubenreißer

 

Grundidee der 2018 in Hamburg ins Leben gerufenen japanisch - deutschen Freundschaftskonzerte ist neben der Bekräftigung der freundschaftlichen Beziehungen beider Länder das Gedenken an die Opfer der Fukushima-Katastrophe.
Am 11. März 2011, vor acht Jahren, bebte die Erde. Es kam zu einem gewaltigen Tsunami und in der Folge zu einer unkontrollierten Kernschmelze im Kernkraftwerk Fukushima. Ca. 20.000 Menschen verloren ihr Leben, viele Menschen ihre Heimat. Noch ist nicht klar, wie die Folgen behoben werden können. So kamen zum Kunstgenuss auch nachdenkliche Töne.
Auch in Deutschland wissen wir noch nicht, wo der Atommüll für eine Million Jahre sicher gelagert werden kann.

Kerngruppe des Konzertabends in der St. Petri-Kirche war das Bläserquintett Fianchetto, das seit 15 Jahren im norddeutschen Raum konzertiert. Elke Andersen, Querflöte, ist Gründungsmitglied (2003) des Hamburger Bläserquintetts Fianchetto.

Ergänzt wird das Quintett durch Junko Ikeda, Klavier und Katsuaki Ichikawa, Horn.

 

Beide haben in Deutschland studiert, leben heute aber wieder in Japan und gehen dort ihren vielfältigen konzer-tanten Verpflichtungen und Lehrtätigkeiten nach.

Die Verbindung zum Bläserquintett Fianchetto entstand durch Lothar Palmer, mit dem Ikeda und Ichikawa viele gemeinsame Konzerte in Deutschland und Japan bestritten.

 Auf dem Programm des Abends standen Werke von Leo Smit, Carl Reinecke und Hans Huber.

Ein noch weitgehend unbekannter Komponist ist der Niederländer Leo Smit.  Er verbrachte  viele Jahre in Paris, was seine Musik stark neoklassizistisch beeinflusste. Zusätzlich inspirierte Smit die Musik der 20er Jahre, Rhythmus und Melodien des Jazz. 1943 wurde er seiner jüdischen Herkunft wegen von den Nationalsozialisten im Vernichtungslager Sobibór ermordet.
Wir hörten ein Sextett in C-Dur, welches fröhlich ruppig begann; im 2. lento begann das Klavier sehr langsam und die Oboe mit ihrem warmen Klang setzte ein, im 3. vivace wurde es dann wieder lebendig.

Nun folgte ein  Sextett in Bb-Dur von Carl Reinecke, allerdings ohne Klavier und mit einem zweiten Horn beeindruckend gespielt von Katsuaki Ichikawa.

Carl Reinecke, der geborene Hamburger hatte das Gewandhausorchester  in Leipzig geleitet, 35 Jahre länger als jeder andere Dirigent, und daneben am Konservatorium der Stadt gelehrt, dessen Direktor er von 1897 bis 1902 war. Damit war er gleich doppelt in die Fußstapfen Felix Mendelssohns getreten, der beide Institute zu dem gemacht hatte, was sie heute noch sind. “Ich bin mir ganz klar darüber, dass ich in der Gegenwart keine Rolle mehr spiele”, vermerkte er nüchtern und ohne Anflug von Sentimentalität am Ende eines langen arbeitsreichen Lebens.
 
Carl Reinecke trat aus dem Schatten des großen Vorgängers mit Selbstbewusstsein heraus: Als glänzender Pianist und souveräner Dirigent, Musikschriftsteller und Lehrer war er eine Autorität, und im zähen Ringen mit den Leipziger Bürgern gelangen ihm sogar gewagtere Programme und flexiblere Strukturen im konservativen Musikleben.  
Das Sextett, op. 271, gehört zu Reineckes letzten Werken. 1904 komponiert, ist es ein Zeugnis für geniale „Stilmischung“. Anklänge an Wagner und Strauss paaren sich zwanglos mit Brahmsscher Motivtechnik und Regerschen Modulationen. In der Besetzung erweiterte Reinecke das klassische Bläserquintett aus Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott um ein zweites Horn, um mehr Klangvolumen zu gewinnen.
Im 2. Teil beginnen beide Hörner sehr langsam und werden dann immer lebhafter, aber nicht zu sehr.
Im Finale hat Reinecke den humoristischen Qualitäten der Bläser freien Lauf gelassen. Da quäkt die Oboe, flirrt die Flöte, tönen die Hörner vollmundig.  Zuletzt verwandelt sich das Thema in einen sentimentalen langsamen Walzer, womit der Satz den Ton gehobener Kaffeehausmusik streift.

Nach den lebhaften Gesprächen und einer Erfrischung in der Pause folgte eine große Sinfonie in Bb-Dur von Hans Huber, ein Schüler Carl Reineckes.

Hans Huber gehörte zusammen mit Hermann Suter und Friedrich Hegar zu den führenden Musikerpersönlichkeiten in der deutschsprachigen Schweiz um die Wende zum 20. Jahrhundert. Das Sextett komponierte Huber 1898 in einer arbeitsreichen Zeit, als er neben Privatunterricht und verschiedenen Ämtern auch Leiter des Basler Gesangvereins wurde.

 

Das Werk erklang erstmals am 11. Juni 1900 im Rahmen eines Solistenkonzertes dieses Vereins im Musiksaal des Casinos Basel.

Junko Ikeda zeigte am Flügel ihr grandioses Können. Besonders im 3. adagio ma non troppo beginnt die Pianistin, und die Oboe setzt ein.
Das Bläserquintett Fianchetto Elke Andresen (Querflöte), Arne Gruetzmacher (Oboe), Mirko Brandes-Becker (Klarinette), Laurenne Sideen (Horn) sowie Lothar Palmer (Fagott), der das Konzert organisiert hatte, sowie als Gast Katsuaki Ichikawa (Horn) und Junko Ikeda am Flügel waren hervorragend aufeinander eingespielt.

Heute fand in der Petri-Kirche ein sehr anspruchsvolles Konzert statt, welches doch mehr Besucher verdient gehabt hätte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzten Takte verklangen, und die Zuhörer applaudierten anhaltend, bis der Wunsch einer Zugabe erfüllt wurde – die  Musiker spielten den wunderschönen Popsong Hana Wa Saku (花は咲く) – Blumen werden blühen (E-Dur), und mit diesen  wunderschönen Klängen trat ein jeder seinen Heimweg an.

in diesem Sinne
Christa Weyres-Haubenreißer

 


 


All you need is love“ - Alles, was du brauchst, ist Liebe – und die Kirche war wirklich gut besetzt.
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ - das ist vielleicht das wichtigste Gebot
von Jesus und wird gemeinhin mit dem Christentum gleichgesetzt, und ist einer der Kernsätze des Alten Testaments.

Nur, wer ist mein Nächster?
Mein Nächster ist jeder, der mir begegnet, und der vielleicht auch meiner Hilfe bedarf.

Gospel ist nicht der Sound, der Klang – es ist die Botschaft, „god spell“
übersetzt „gute Nachricht“.
Und so hörten wir vom Gospelchor „Laurentius Ladies“ , die in diesem Jahr ihr 10jähriges Bestehen feiern, aus der Kirchengemeinde Ziethen unter Leitung der Kantorin Christina Sophie Meier am Flügel „This little light on me“,  dieser rhythmisch sehr einfache gospel-song für Kinder, geschrieben 1920 von Harry Dixon Loes, wurde später zur Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 50er und 60er Jahre.

Sam Cooke, der als einer der Väter des Soul gilt, hörten wir
„Bring it on home to me“ von der Kirchenband „Weggefährten“  mit Heinz Nestler, der nicht nur am Bass sondern auch singend in der tiefen Tonlage sehr gut zum Ausdruck kam.

Und dann folgte von den „Weggefährten“, mit dabei Regina W. Boysen und Nora Köhler, das immer wieder gern gehörte „Hallelujah“ im Original mit einem Bibelbezug. Die erste Strophe spielt an auf König David aus dem alten Testament, der der Überlieferung nach so schön Harfe spielte und sang, dass er an den Königshof gerufen wurde. Als er später selbst König war, dichtete er Psalme, in denen das Lob Gottes "Halleluja" ständiges Thema ist.
Außerdem wird auf die Begleitakkorde des Liedes verwiesen: "it goes like this, the fourth, the fifth, the minor fall, and the major lift" - das sind die Akkorde C, F, G, A-moll, F.
Die zweite Strophe spielt zunächst auf Davids verbotene Affäre mit seiner Nachbarin Bathseba, die er heimlich beim Baden auf ihrem Hausdach beobachtet hatte. Aus Liebe zu ihr schickte er ihren Ehemann in den Tod. Für seine Tat wurde er von Gott mit dem Verbot gestraft, einen Tempel für ihn zu bauen (das durfte erst Davids Sohn Salomon).
Dann kommt es zur Geschichte von Samson. Dieser wurde zur Rettung der Israeliten von Gott gesandt. Samson besitzt unmenschliche Kräfte, allerdings nur solange sein Haar nicht geschnitten wird. Als er sich aber verliebt, kommt alles anders. Der Refrain besteht jeweils aus mehrfacher Wiederholung des Wortes Hallelujah. Und das ist der Dreh- und Angelpunkt des Songs. Denn dieser Song soll uns klar machen, dass es auch weltliche Dinge abseits von Religion gibt, die uns ein "Hallelujah" hervorrufen können.

Von den „Laurentius Ladies“ erklang „HE is always close to you, whereever you are, whatever you do“,  ein wunderschöner Song, der von der Nähe zu Gott handelt. Es geht darum, dass ER immer in der Nähe ist und sich nie weit entfernt, wenn man ihn braucht. Ein Gedanke, den man vielleicht auch auf andere Menschen übertragen kann, so dass ER sich für noch mehr Menschen öffnet.

„Massachusetts“ ist eine Art Anti-Flower-Power-Song, mit dem die Bee Gees ihren ersten weltweiten Nummer-Eins-Hit landeten, und welcher bei Regina von den „Weggefährten“ alte Jugenderinnerungen hervorgerufen hat.

 

 

Die „Weggefährten“ spielten nun wieder „Cry to me“ von Salomon Burke
der in Philadelphia geborene Katholik war ein leidenschaftlicher Prediger. Kaum jemand hat Gospel, Soul, Blues und Rock & Roll so wunderbar miteinander verschmolzen wie Solomon Burke .
Über einen Mangel an himmlischem Segen konnte sich Solomon Burke nie beklagen. Zu seinen größten Fans gehörten immerhin auch Päpste. Johannes Paul II. und Benedikt XVI. luden den gewichtigen Soul- und Bluessänger gern zu Weihnachtsfeiern in den Vatikan ein.

Frisch, fröhlich, frei hörten wir von den „Weggefährten“ das unbeschwerte „Obladi oblada“ der Beatles. Die Redewendung "Ob-la-di, ob-la-da" hatte Paul McCartney damals schon im Kopf. Sie stammt aus Nigeria und bedeutet so viel wie "Es kommt, wie es kommt“

Nach dem musikalischen Gottesdienst standen wir noch zufrieden mit einem Gläschen Wein beieinander und genossen die Gemeinschaft in der Gemeinde.

Und vielleicht hat dieser etwas andere musikalische Gottesdienst ein wenig dazu beigetragen, den Glauben an die Liebe nie zu verlieren;

in diesem Sinne
Christa Weyres-Haubenreißer

 

 

 

 

 

 


 

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